Chromatische Tonleiter – jetzt als Griffschrift

In einem früheren Beitrag habe ich gezeigt, wie man alle Akkorde auf dem Schwyzerörgeli findet – ganz ohne Notenkenntnisse. Das Prinzip: Terzen schichten durch Abzählen von Halbtönen. Dazu muss man die chromatische Tonleiter (Halbton-Tonleiter) auf dem Örgeli kennen.
Genau hier lag für viele die Hürde. Ich wurde oft gefragt, wie man die chromatische Tonleiter findet. Nun hat Franz Suter eine Lösung beigesteuert: Er hat die chromatische Tonleiter in der Griffschrift fürs Schwyzerörgeli aufgeschrieben und stellt sie hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

Gastbeitrag von Franz Suter

Dem Schwyzerörgeli können erstaunlich viele Töne entlockt werden. Das Spielen von Tonleitern zeigt dies am ehesten auf und ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, die Tastatur zu erforschen und deren Klang zu verinnerlichen. Wenn du gerne im Stegreif spielst oder Melodien ohne Noten übers Gehör einstudieren möchtest, ist es ein grosser Vorteil, wenn dir der Klang deiner Tasten gut bekannt ist. Viele Musikerinnen und Musiker spielen ausserdem zum Aufwärmen vor dem Üben gerne ein paar Tonleitern.
Für diesmal geht es im Speziellen um die chromatische Tonleiter, also um das Abspielen von lauter Halbtönen. Teile daraus kannst du z.B. in einem passenden Begleitlauf wirkungsvoll einsetzen. Oder du übst mal ein Stück von Josias Jenny (z.B. «Piste frei», wo viel Chromatik drin ist).

Das präzise Auffinden der Halbtöne erleichtert dir auch das Aufbauen von Akkorden mit dem Prinzip der Terz-Schichtung.

Die chormatische Tonleiter als Griffschrift fürs Schwyzerörgeli.

Download chromatische Tonleiter

Hier kannst du das PDF mit den Griffsystem-Noten der chromatischen Tonleiter herunterladen. Danke Franz!

Fingersatz einüben

Noch kurz etwas zum Thema Fingersatz. Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass notierte Melodien oder eben auch Tonleitern mit einem korrekten Fingersatz ausgestattet sind. Auch wenn du diesen nicht hundertprozentig so übernehmen willst, hast du doch so eine Art Leitplanke, und vor allem greifst du die Töne immer genau gleich, was dir beim auswendig Spielen möglicherweise sehr entgegenkommt (die Finger springen schlussendlich wie von selbst auf den richtigen Knopf). Praktisch – nicht wahr?

Franz Suter
Joderweg 3
6221 Rickenbach


Pensionierter Typograf, früher nebenberuflich als Laienlehrer Schwyzerörgeli und Akkordeon an Musikschulen, später in den Klubschulen Migros Sursee und Luzern als Kursleiter Schwyzerörgeli tätig. Seit einem Jahr habe ich mich selbständig gemacht und mitten in der Stadt Luzern ein traumhaftes Unterrichtslokal in einem der ältesten Holzhäuser der Schweiz gefunden. Mein Ziel war und ist es, nach Erarbeiten der Grundlagen auf dem Instrument die Schülerinnen und Schüler zu einem gepflegten, vielseitigen Spiel zu führen und die Freude am Musizieren zu pflegen und zu erhalten.

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