Dur, Moll, Septakkord – klingt kompliziert? Ist es nicht! Mit dem überarbeiteten Akkord-Aufbau-Übersichtsblatt findest du jeden Akkord auf deinem Schwyzerörgeli. Ganz ohne Notenkenntnisse.
Das Prinzip: Terzen schichten
Das Akkord-Aufbau-Übersichtsblatt ist zurück – logischer und praxisnäher als zuvor. Das Grundprinzip: Akkorde entstehen durch das Schichten von Terzen. Eine grosse Terz hat vier Halbtonschritte, eine kleine Terz deren drei.
So gehst du vor
Beispiel Ab-Dur
Drücke das Ab (die Bässe helfen beim Finden). In der Tabelle siehst du: Dur = 4 Halbtonschritte + 3 Halbtonschritte. Gehe vom Ab also vier Halbtonschritte nach oben, drücke den Ton. Von dort drei Halbtonschritte höher, drücke auch diesen Ton – fertig ist dein Ab-Dur!
Beispiel Eb-Vollvermindert
Suche das Eb (die Bässe helfen beim Finden). In der Tabelle siehst du: Vollvermindert = 3 Halbtonschritte + 3 Halbtonschritte + 3 Halbtonschritte. Drücke also das Eb, gehe drei Halbtonschritte nach oben, drücke diesen Ton. Gehe wieder drei Halbtonschritte nach oben, drücke diesen Ton, gehe nochmals drei Halbtonschritte nach oben und drücke auch diesen Ton. Jetzt drückst du vier Töne – was dem Vollverminderten Eb-Akkord entspricht.
Diese Akkorde findest du
Das Übersichtsblatt zeigt: Dur, Moll, Vermindert, Übermässig, Dominantseptakkord (C7), Major 7, Sechser und Vollvermindert.
Lege das Blatt neben dein Örgeli und probiere systematisch verschiedene Grundtöne durch. So verinnerlichst du die Muster spielerisch.
Hast du das Übersichtsblatt schon ausprobiert? Oder findest du die Akkorde nach einem anderen Prinzip? Kommentiere gerne unter diesen Beitrag!
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6 Kommentare
die musiktheoretischen Überlegungen sind gut, das Finden der richtigen Töne auf dem Örgeli aber schwierig: wo finde ich den As dim? und mit Umkehrungen….
Gruess
Didier
Lieber Didier, eventuell hilft dir die niedergeschriebene chromatische Tonleiter beim Suchen:
https://oergele.ch/chromatische-tonleiter-jetzt-als-griffschrift/
Herzlich grüsst – Haeme
Gute Idee, die Akkorde so zu bestimmen. Das Auffinden der Halbtöne auf dem Örgeli ist allerdings etwas komplizierter als z.B. auf dem Klavier. Ich habe mich früher einmal mit der chromatischen Tonleiter auf dem Örgeli befasst. Wenn man diese aber nicht immer wieder einsetzt, geht sie schnell aus der Hand…
Gute Idee, die Akkorde so zu konstruieren. Die Halbtöne auf dem Örgeli zu bestimmen ist allerdings etwas komplizierter als z.B. auf dem Klavier… Ich habe die chromatische Tonleiter auf dem Örgeli früher einmal ziemlich intensiv geübt und notiert; doch wenn man sie nicht immer wieder einsetzt, geht sie schnell wieder verloren.
Einmal mehr ein tolles Hilfsmittel aus Deiner‘s leckeren Örgeliküche. Vielen Dank.
Damit ich das optimal und schnell einsetzen kann, versuche ich immer mal wieder die Halbton-Tonleiter auf meinem Örgeli zu üben. Hast Du nicht auch mal hierzu einen Blogeintrag verfasst?
Lieber Thomas – merci vielmals für dein Feedback! Zur Halbton-Tonleiter habe ich bisher nichts geschrieben. Wäre mal eine Idee 🙂